VEREINSCHRONIK DES SCHÜTZENVEREINS

WALDESHÖH SAXBERG e.V.“



Nachdem schon seit 1957 durch Josef Geilinger und Michael Schmidmeier Bestrebungen im Gange waren, auch in der kleinen Ortschaft Saxberg (verträumt auf den Jurahöhen liegend und damals zur Gemeinde Viehhausen gehörend) einen Schützenverein zu Gründen, wurde dies am 20. April 1958 Wirklichkeit. Im damaligen Gasthaus Geilinger fand eine Versammlung statt, an der Gäste aus Saxberg und den umliegenden Orten Bergmatting, Reichenstetten und Schneckenbach teilnahmen.


Die Leitung der Versammlung übernahm Michael Schmiedmeier - ihm ist es zu verdanken, dass sie harmonisch und fruchtbringend verlief. Von den Anwesenden waren sofort 23 Männer und Burschen bereit, dem neuen Schützenverein beizutreten. Man einigte sich auf den beziehungsreichen Vereinsnamen „Waldeshöh-Saxberg“ und wählte die erste Vorstandschaft. Michael Schmiedmeier wurde zum Gründungsschützenmeister gewählt, sein Stellvertreter wurde Xaver Kiendl; zu Kassierern wurde Josef Geilinger und Herbert Schubert bestellt. Das Amt des Schriftführers bekamen Johann Stang und Adolf Lichtenwald übertragen. Josef Stang wurde zum Waffenwart berufen. Als Beisitzer fungierten Alois Weinzierl (Reichenstetten) Josef Gassner (Bergmatting) sowie Alois Stark (Saxberg).


Auch der Braumeister des Ingolstädter Bürgerlichen Brauhauses nahm an der Versammlung teil. Er gab die Versicherung ab, dass er dem neuen Verein ein Gewehr zur Verfügung stellen werde. Bestehe der Verein fünf Jahre, dann werde das Gewehr Eigentum des Vereins. Zur Anschaffung einer Königskette werde er einen namhaften Betrag zeichnen.


Man einigte sich, im Gasthaus Geilinger einen Schießstand zu erstellen und dort alle 14 Tage samstags Schießabende abzuhalten. Schützenmeister Michael Schmiedmeier dankte dem Vertreter der Brauerei, dem Vereinswirt Josef Geilinger und der gesamten Versammlung und versprach, mit der gewählten Vorstandschaft zum Wohle des Vereins zu wirken.


Im ersten Vereinsjahr wurde mit dem gestifteten und einem vom Verein angekauften Gewehr der Schießbetrieb aufgenommen. Da für die 10 Meter-Distanz das Gastzimmer zu klein war, wurde vom Nebenzimmer durch einen Mauerdurchbruch an zwei Ständen geschossen. Beim Standeröffnungsschießen am 12.05.1958 konnte der Nachbarverein „Hubertus Gundelshausen“ mit einer starken Abordnung unter dem damaligen 1. Schützenmeister Franz Weck begrüßt werden. Im Gründungsjahr wurde auch die Königskette gekauft.


Das erste Königsschießen war der Höhepunkt im 1. Vereinsjahr. Als 1. Schützenkönig konnte sich nach Rittern mit Adolf Lichtenwald, Herbert Schubert in die Vereinschronik eintragen. Die erste Königsscheibe gewann Xaver Kellner. Die Ehrenscheibe der Damen gewann Ottilie Kiendl. Zu diesem Königsschießen waren auf Einladung von 1. Schützenmeister Michael Schmiedmeier auch viele Schützen von Labeertal Alling erschienen.


Die Errinnerungsscheibe hierfür gewann Julius Jaksch. Der erste Schützenball wurde wegen eines fehlenden Saals im Nachbarort Reichenstetten abgehalten. Im Jahr 1959 entschloss sich der sehr rührige Vereinswirt Josef Geilinger, eine Schießhalle zu bauen, die zugleich für Veranstaltungen genutzt werden konnte.


Bei der Generalversammlung 1959 wurde dann der Gründungsschützenmeister Michael Schmiedmeier von seinem Amt abgelöst. Ab diesem Jahr wurde der Verein von einem Mann geprägt, der mit gesundem Ehrgeiz und oft letztem Einsatz den Verein führte und es auf kurze Zeit nicht nur in der Dorfgemeinschaft, sondern weit darüber hinaus, sowohl gesellschaftlich als auch sportlich zu hohem Ansehen brachte: Sebastian Dorfner.


Ob bei kirchlichen Festen oder Fahnenweihen, bei Preisschießen oder am Gaustand, überall war der „Dorfner Wastl“ mit seinen Schützen bestens vertreten. So war es eigentlich als normal anzusehen, als schon im Jahre 1960 (die Mitgliederzahl war inzwischen auf 59 gestiegen) beschlossen wurde, 1961 eine Fahnenweihe zu halten. Ausschließlich mit Spendengeldern der Vereinsmitglieder wurde im Frühjahr 1961 eine Vereinsfahne gekauft und der Termin für die Fahnenweihe auf den 11. Juni festgesetzt.


Festleiter waren Sebastian Dorfner und Xaver Kiendl, Festredner Heinz Behrendt, als Patenverein konnte „Adler Höhenberg“ gewonnen werden.Fahnenmutter war Gastwirtin Maria Eisvogel aus Bergmatting, die Schirmherrschaft übernam Dr. Wild. 1962 veranstaltete man den 1. Schützenkirta in Saxberg.


1968 beging man das 10jährige Gründungsfest im kleinen Rahmen.
1970 wechselte der Verein wegen Lokalaufgabe ins Gasthaus Eisvogel nach Bergmatting.
Am 15.09.1976 verstarb Gründungsschützenmeister Michael Schmiedmeier.
1978 feierte der Verein das 20jährige Bestehen.
Am 21.01.1981 verstarb plötzlich und unerwartet 1. Schützenmeister Sebastian Dorfner, er hinterließ für alle eine schmerzliche Lücke.


In der Jahreshauptversammlung 1981 wurde mit großer Mehrheit beschlossen, das 25jährige Gründungsfest im großem Rahmen zu feiern. Am 15. Dezember 1982 wurde Heiner Kellner einstimmig zum 1. Schützenmeister gewählt. Vom 24.bis 27. Juni 1983 wurde das 25jährige Gründungsfest gefeiert, Irmgard Peters fungierte als Festmutter, 58 Vereine feierten mit dem Jubelverein. 1984 und 1994 stand der Verein Pate beim 80jährigem und 90jährigem Gründugsfest von Labertal Alling. Im Jahre 1988 wurde von Ludwig Bichlmaier der 1. Faschingsumzug in Saxberg ins Leben gerufen, der bis heute jedes Jahr durchgeführt wird.Das 40jährige Gründungsfest 1998 stellte einen neuerlichen Höhepunkt in der Festchronologie von Waldeshöh-Saxberg dar.


2001 nach 20 Jahren als 1. Schützenmeister stellte sich Heiner Kellner nicht mehr zur Wahl, als sein Nachfolger wurde einstimmig Alois Kiendl gewählt. Der Faschingsumzug, die Johannifeir und die Stodlweihnacht jeweils im Kiendl-Stodl sind bis zum heutigen Tag nach wie vor die gesellschaftlichen Höhepunkte des Schützenvereins. Das 45jährige Gründungsfest wurde am 14. Mai 2003 im kleinen Kreis gefeiert.


Das Jahr 2004 war geprägt von den beiden Gründungsfesten der Patenkinder „Hubertus Gundelshausen und Labertal Alling“. Nach den beiden Patenbitten stellten die Mitglieder von Waldeshöh ihre Eignung als Patenverein unter Beweis.In der Jahreshauptversammlung 2005 wurde beschlossen das 50jährigre Gründungsfest im großen Rahmen zu feiern, als Festtermin wurde der 13. bis 16. Juni 2008 eingeplant.Im Jubiläunsjahr 2008 wurde erstmals eine Schützenliesl ausgeschossen, Hanni Bistrosch konnte als erste die Liesl-Kette voller Stolz in empfang nehmen. Vom 13. bis 16. Juni 2008 wurde das 50jährige Gründungsfest mit Festmutter Hanni Bistrosch, 31 Festdamen, 12 Festburschen und 81 Gastvereinen in der Ortsmitte von Saxberg gefeiert.

 
(c) 2011 by Schützenverein "Waldeshöh Saxberg"